Mittwoch, 8. Februar 2012

Libyen Update 08.02.2012

Auch diese Woche kann ich wieder einiges zusammentragen zum Thema Libyen. Zum Beispiel das in Tripolis ein Kinderbordell ausgehoben wurde. Das und vieles anderes findet ihr hier. Lest selber:


Die Kriegsverbrechen der NATO in Libyen. Wie alle illegalen Kriege, welche die NATO ausschliesslich betreibt, stellt sich der gegen Libyen auch als Massenmord heraus. Berichte von Menschenrechtsorganisationen zeigen, die Vereinigten Staaten, die NATO-Vasallen und ihre "Rebellen", verübten die schlimmsten Kriegsverbrechen, welche in der kaltblütigen Ermordung von Muammar Gaddafi seinen Höhepunkt fand. Durchgeführte Interviews mit Opfern der Verbrechen und auch mit Zeugen in Tripoli, Zawiya, Sibrata, Khoms, Zliten, Misrata, Tawergha und Sirte, zeigen auf, die NATO hat bewusst zivile Ziele bombardiert, was zahllose Tote und Verletzte verursachte. Darunter fielen Schulen, Spitäler, Regierungsgebäude, Lebensmittellager und Wohnhäuser. Die Rebellen führten systematisch Folter, Misshandlungen und Rachemorde bei vermutlichen Gaddafi-Sympatisanten durch. Ganz schlimm traf es "Schwarze" Migranten, die regelrecht abgeschlachtet wurden. [mehr lesen]


Libyen: Sirte-Reportagen. Dieser Winter ist in Libyen extrem hart. Viele Einheimische leben noch immer ausserhalb der Stadt Sirte, ohne Dach über dem Kopf. Die folgenden Filme machen das Ausmaß des von der NATO völlig ungeregelt hinterlassenen Elends sehr drastisch deutlich. Die daran schuldigen Menschen, vom NATO-Kampfpiloten an aufwärts, sind einfach nur Mörder, nichts sonst. Keine heldenhaften Vaterlandsverteidiger, die nur ihre Pflicht getan haben, sonder schlicht vorsätzliche Mörder! [mehr anschauen]


Libyen: Belhadj tot? Der Al-Quaida Militärkommandant von Tripolis Abdel Hakim Belhadj wurde einer libyschen Quelle zufolge in Tripolis angegriffen und möglicherweise getötet. Die Quelle erklärt, dass sein Fahrzeug an einem Checkpoint angehalten wurde, wo Kämpfer einer unbekannten Miliz Belhadj und seinen Fahrer angriffen. [mehr lesen]


Libyen: Rebellen foltern Ex-Botschafter zu Tode. Dr. Omar Brebesh, ein libyscher Diplomat, der als Botschafter für Frankreich für die Regierung Muammar Quadhafi´s gearbeitet hatte, starb an den Folgen von Folter, nachden er Tags zuvor von Milizen vernommen wurde, berichtet Human Rights Watch (HRW) in einer Erklärung vom Freitag. Der Ex-Diplomat war am 19. Januar in Tripolis vernommen worden. Seine Leiche tauchte jedoch in einem Zintaner Krankenhaus, rund 100 Kilometer entfernt – auf. Fotografien des Körpers von Dr. Omar Brebesh zeigen Hämatome, Schnittverletzungen, alle Fussnägel wurden ihm herausgerissen. Zahlreiche Rippen waren gebrochen worden. [mehr lesen]


Tripolis: Kinder-Bordell ausgehoben. Die Zintan-Brigaden haben bei der großen Schiesserei diese Woche in Tripolis 200 Mädchen befreit, in der Mehrheit Kinder und Heran-wachsende. Diese wurden von den Misrata-Brigaden zu Prostutions-zwecken in einem geschlossenen Anwesen gefangengehalten. Vorgestern Nacht, etwas nach 22 Uhr, gelang es den Zintan-Kämpfern in dieses Anwesen einzudringen, das zuvor lange Zeit überwacht worden war und in dem über den ganzen Tag immer viele Rebellen ein- und ausgingen. Die Grünen Milizen aus Zintan sahen sich 200 jungen Mädchen gegenüber, die gefangengehalten und systematisch von den sogenannten “Freiheitskämpfern” vergewaltigt worden waren. Zeugen, die zum Zeitpunkt der Befreiung anwesendend waren, sprechen von der Verzweiflung und dem Leid in den Gesichtern der armen Mädchen. Gemäß ihren Erklärungen waren sie vor zwei Monaten entführt und seither ununterbrochen vergewaltigt worden. [mehr lesen]


Tripolis: Misrata vergeht sich an Tawergha-Flüchtlingscamp. JANZOUR, TRIPOLIS – Die Misrata-Brigaden haben zu schiessen begonnen und greifen Zivilisten in einem Flüchtlings-Camp im Stadtteil Janzour an, in dem etwa 1.500 Flüchtlinge aus der nun verödeten Stadt Tawergha, nahe bei Misrata, leben. Die Umgebung des Camps wurde von der Brigade abgeriegelt, um jede Hilfe von aussen für die Flüchtlinge auszuschliessen. Doktoren im Zentralkrankenhaus von Tripolis haben bestätigt, bereits die Körper eines Mannes und einer Frau aus dem Camp erhalten zu haben. [mehr lesen]


Bis denne …

Freitag, 3. Februar 2012

Libyen Update 03.02.2012

Bald jährt sich das Libyen Massaker. Man muss sich mal vorstellen wie das für die Bevölkerung ist, ein Jahr unter solchen Umständen zu leben, nein zu überleben. Wir westlich verwöhnten Gesellschaften diskutieren lieber über die letzte Dschungelcamp Sendung oder wer bei DSDS weitergekommen ist. Wir wissen nicht, und können uns auch nicht vorstellen wie das ist kein Fließend Wasser zu haben, geschweige denn eine funktionierende Heizung. Über 60 Jahre ist der Krieg bei uns her, und Menschen die diesen mitbekommen haben werden immer weniger. Unsere Jugendliche schlagen lieber auf U-Bahnhöfe Passanten zusammen eh sie sich mit dem Weltgeschehen auseinander setzen, geschweige denn mal ein vernünftiges Buch zu lesen. Ist unsere Welt wirklich so weit entwickelt, oder doch immer mehr zurückgeblieben?

Libyen: neuer TV-Sender “on air” – Misrata quält weiter. Aus Libyen sind heute recht wenig Meldungen gekommen. Am wichtigsten ist hierbei vielleicht die erfolgreiche Aufnahme des Sendebetriebes von “Gina TV”, zu der wir herzlich gratulieren und alles Gute wünschen. Dr. Yusuf Shakir war schon “on air“. Gina TV ist unter Frequenz 10815 auf Nilesat zu empfangen. Endlich werden die Libyer(innen) wieder mit einem TV-Programm versorgt, das sie auch wünschen und nicht nur NATO / NTC-Lügen sowie islamistische Propaganda ausstrahlt wie die nun okkupierten, vormaligen Staatssender. [mehr lesen]

Später Gaddafi-Triumph: Libyen kämpft mit Millionen Kalaschnikows für die Ehre. Es mag ein später Triumph für den getöteten libyschen Staatschef Muammar-al-Gaddafi sein, aber er kommt dennoch nicht zu spät: Mit Millionen Kalaschnikows, die Gaddafi kurz vor dem Tod an sein Volk verteilen ließ, kämpfen die Libyer heute nach wie vor mutig und bestimmt für ihr Land und die Ehre. Der US-Journalist Webster Tarpley berichtet exklusiv über die derzeitigen Ereignisse. Tarpley zeichnet ein düsteres Bild der Rebellen-»Regierung«, die durch zahlreiche Misserfolge derzeit massiv an Glaubwürdigkeit verliert und immer stärker unter Druck gerät.Und er berichtet über die unrühmliche Rolle der USA, Großbritanniens und der NATO, die sich durch Lügen und Täuschungen schwer gegen die libysche Zivilbevölkerung versündigt haben. [mehr lesen]

Libyen: Winterkämpfe in Tripolis, leere Kassen in Benghazi. Die Zintan-Rebellen kämpfen mit den Misrata-Rebellen erbittert um die Kontrolle der Militärakademie. Es werden 14,5mm-Waffen verwendet (im geschlossenen Wohngebiet). Das NTC-Innenministerium bestätigte diese Meldung. Die Strasse zum Strand ist gesperrt. (LibyaSOS) Ebenfalls in Tripolis wurde ein Universitätsprofessor mit dem Tode bedroht, wenn er das Islam-Examen aller Studenten nicht um “Klassen besser” benotet. Zur Motivation legte man dem Erpressungs-Brief eine Patrone bei. Heute wurde auch ein Polizist vom Anführer einer Drogenbande erschossen. [mehr lesen]

Libyen-Konflikt: Ereignisse, Ursachen und Hintergründe
[entnommen vom Julius-Hensel-Blog]

Libyen: o Misrata. Sinnlos zu Tode gefoltert: So geht man in Misrata mit Menschen – und ganz besonders mit Menschen schwarzer Hautfarbe – um. Zähne ausgeschlagen, das Gesicht eine einzige Schwellung, die großen Zehen mit Eisendraht zusammengequetscht (!), beide Beine und der Kopf übersät von Wunden und Zigarettenverbrennungen. [mehr lesen]

Libyen: bald jährt sich das Elend. Dr. Hamza bestätigte am 1. Februar den sicheren Aufenthalt der Familie Quadhafi in Algerien, wo man sich sehr gut um ihre Sicherheit kümmere. Er erklärte auch, dass die Quadhafis als eingeladene Gäste in Algerien wären und die algerischen Behörden mit hohem Verantwortungsbewusstsein alles täten, um sie zu schützen. Auch erklärte Dr. Hamza den libyschen Regierungssprecher Ibrahim Moussa und seine Familie bei bester Gessundheit und Verfassung sowie den Geheimdienstchef Abdullah Senussi, die rechte Hand Muammar Al-Quadhafi´s gesund und an sicherem Ort. Die Farbe Grün wurde an der El-Fateh-Universität in Tripolis generell verboten. Dies betrifft auch Kleidung und Assesoires der Studenten in jeglichem Grünton. Dem Grünen Widerstand gelang es am Mittwoch (2. Februar) in den Morgenstunden um 2:50, den Kanal des NTC-TV-Senders “Libya One “ zu hacken. Nur die Grüne Flagge Libyens auf den Bildschirmen zu sehen. [mehr lesen]

Ich hoffe wirklich sehr, das immer mehr Leute aufwachen. Sich Gedanken machen über das was sie hören, sehen und lesen. Das sie nicht einfach alles glauben was ihnen vorgeworfen wird. Das sie kritisch sind, Fragen stellen und Konsequenzen fordern. Ich höre nicht auf zu hoffen!!

Bis denne …